Polarlichter über Hohenbergham

ja spinn i… am 19. Januar 2026 war’s wirklich so weit!

Gestern Abend, am 19.01.2026, hat’s bei uns in Hohenbergham (Gemeinde Fridolfing) plötzlich ausgeschaut, als hätt’ jemand den Himmel auf „Skandinavien-Modus“ gestellt: Polarlichter! Und zwar ned bloß „vielleicht a bissl was“, sondern zeitweise richtig sichtbar – je nach Standort, Dunkelheit und ob des in einer eisig kalten, sternklaren Nacht.

Normalerweise san ma hier ja eher fürs Waginger-See-Sonnenuntergangs-Programm zuständig. Aber gestern war: Hohenbergham, Nordlicht-Abteilung. Wer’s verpasst hat: Du bist ned allein – bei uns geht’s halt manchmal schneller, dass ma an Fuchs im Garten sieht als a Aurora am Himmel.


Was war da los?

Polarlichter entstehen, wenn die Sonne wieder meint, sie muss „a bissl aufdrehn“ und geladene Teilchen ins All raushaut. Wenn so a „Wolke“ (koronaler Massenauswurf, kurz CME) bei der Erde ankommt, wird unser Magnetfeld ordentlich durchgerüttelt – und dann kann’s in der oberen Atmosphäre zum Leuchten anfangen.

Die NOAA (US-Weltraumwetter-Leitstelle) hat das Ganze gestern als G4 („Severe“) geomagnetischer Sturm eingestuft – also zweithöchste Stufe auf der Skala. G4 heißt: Polarlicht kann bis weit in den Süden runterkommen, und nebenbei kann’s auch a bissl an Technik-Zeug zupfen (GPS, Funk, Satelliten – meistens harmlos und vorübergehend).

Standort: Hohenbergham 5 mit Blick Richtung Norden zum Hof von Christine & Willi am 19.1.2026 zwischen 22:30h und 23:25h
Quelle: Uli Eder


Und wie war das im Vergleich zum großen Ding im Mai 2024?

Wenn du dich erinnerst: Mai 2024 war bei uns das Polarlicht-„Jahrhundertkonzert“ – damals wurden sogar G5-Bedingungen („Extreme“) gemeldet, also die höchste NOAA-Stufe. Das war wirklich außergewöhnlich und wurde auch wissenschaftlich als sehr selten eingeordnet (u. a. mit Kp bis 9).

Januar 2026 war jetzt „nur“ G4 – aber eben immer noch stark genug, dass man’s auch in Deutschland bis weit in den Süden melden konnte. Kurz gesagt:

  • Mai 2024: ganz großes Kino (G5, selten)
  • 19.01.2026: immer noch richtig stark (G4, aber a Schippal drunter)

Und für Hohenbergham gilt sowieso: Wenn’s am Himmel leuchtet, dann nimmt ma’s dankbar mit – wir sind ja ned verwöhnt.


Warum hat’s der eine gesehen – und der andere ned?

Ganz einfach: Polarlicht ist ein bissl wie „Sternschnuppen-Schauen“ – Timing, Standort und Glück.

  • Dunkelheit: Je weniger Laternen/Ortslicht, desto besser.
  • Freie Sicht: Oft Richtung Norden/Nordost, manchmal aber auch großflächiger.
  • Wolken & Dunst: Das beste Polarlicht bringt nix, wenn’s Wolkendecke spielt.
  • Handy-Kamera: Die sieht oft mehr als’s Auge (Nachtmodus macht’s möglich).

Und ja: Wenn du’s erst glaubst, wenn’s auf WhatsApp in fünf Gruppen kommt – völlig normal. 😉


Tipp fürs nächste Mal

Damit du ned wieder „grad im Keller“ bist. Wenn wieder was angekündigt ist:

  1. Rausgehen (wirklich raus, ned ans Fenster – Fenster reflektieren und nerven)
  2. Nachtmodus am Handy einschalten, Blitz aus
  3. 10–20 Sekunden belichten lassen (stabil halten oder irgendwo auflegen)
  4. Geduld: Polarlicht kommt oft in Wellen

Bilder aus Hohenbergham – her damit!

Hast du Fotos von gestern? Dann wär’s super, wenn ma das für die Ortswebseite sammeln – mit Uhrzeit und ungefährer Blickrichtung/Standort (z. B. „vom Hof aus Richtung Norden“). Dann haben wir a schöne Erinnerung – und beim nächsten Mal glaubt’s uns vielleicht sogar gleich wer.


Zuletzt geändert: