Bauernschmid-Kapelle

Die Kapelle steht auf einer Anhöhe einige hundert Meter von Hohenbergham Richtung Törring auf der linken Seite gegenüber Forst.

In der Liste der Baudenkmäler der Gemeinde Fridolfing, die auf Grundlage des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege geführt wird, ist sie als Schmidbauern-Kapelle verzeichnet: ein ungewöhnlicher Rundbau, errichtet um 1880.

Im Salzburg-Wiki wird die Kapelle dagegen als Rupertuskapelle bezeichnet – inklusive Foto. Der Name leitet sich dort offenbar von der Figur des hl. Rupertus ab, die sich im Inneren befindet

Als frühere Eigentümer wird der Mitterhuberbauer genannt – Hans und Anna Mörtl. Die Rupertus-Figur Hans, der Vater von Andreas Mörtl, vermutlich in den 1970er Jahren aus einem Rohling geschnitzt. Eine Tafel auf der Rückseite der Figur weisst darauf hin, dass diese im Besitz der Mörtls verbleibt.

Hans hat den Rupertus dann von einem Kirchenmaler namens Hans Carda nach Vorlage von einem Barockkünstler bemalen lassen. Carda war wohl im Chiemgau tätig und stammte vermutlich aus dem Raum Bad Reichenhall oder Berchtesgaden. Ein von ihm gemaltes Bild ist auf 1947 datiert

Der Rupertus wurde wohl auch mal gestohlen und die Polizei hat ermittelt und nach kurzer Zeit den Täter gefunden und die Figur zurückgebracht.

Im Zuge der Flurbereinigung, die in Fridolfing 1969/70 begann und bis 1981 dauerte, ist die Kapelle dem Schmid-Sepp zugekommen, der sich fortan um sie gekümmert hat. Daher dürfte auch die Bezeichnung Schmidbauern-Kapelle stammen, wie sie im Denkmalverzeichnis geführt wird

Im Ort wird die Kapelle eigentlich immer mit dem Bauernschmid (Lechner) in Verbindung gebracht, und sollte daher Bauernschmid-Kapelle heissen, owohl das Denkmalamt sie Schmidbauern-Kapelle nennt – der Name Rupertuskapelle rührt natürlich vom Namen der darin befindlichen Figur – was jetzt „richtiger“ ist lässt sich nicht abschliessend sagen.

Josef Lechner (Schmid-Sepp) wollte die Kapelle später wegen dem feuchten Mauerwerk abreissen und neu bauen, was vom Denkmalschutz nicht genehmigt wurde. Stattdessen wurde dann ein neues Kupferdach angebracht.

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